Staffelübersicht | Stab Fliegerhorstgruppe | Bodenverteidigungsstaffel
BODENVERTEIDIGUNGSSTAFFEL (1961-1972)
frühere Bezeichnungen der Staffel: keine
spätere Bezeichnungen der Staffel: Horstsicherungsstaffel (1972-1978)
spätere Bezeichnungen der Staffel: 1. schwere Marinesicherungskompanie (1978-1991)
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die Staffel: Die Bodenverteidigungsstaffel (BV-Staffel) ist die Sicherungseinheit des MFG1. Sie wurde 1961 aufgestellt und unterstand der Fliegerhorstgruppe des Geschwaders. Hauptaufgabe der Staffel war die Wache (Hauptwache, Hallenwache und Bewachung des Mun-Lagers in Kropp) und der Objektschutz. Die 1. Kompanie, welche innerhalb der Fliegerhorstgruppe eine Aktive Einheit war, setzte als sogenannte schwere Kompanie zum Objektschutz die Feldkanonen 20 mm ein. Weitere Kompanien waren Geräteeinheiten, die nur im Verteidigungsfall aktiviert worden wären. Diese hätten das Personal der 1. Kompanie unterstützt und wären unter anderem für Startbahn-, und Geräteinstandsetzung verantwortlich. Eine Besonderheit der Bodenverteidigungsstaffel war, dass ein Teil des ihr unterstellten Personals im Falle körperlicher Eignung, zum Wachbatallion kommandiert wurde. Bedingt durch Umstrukturierungen ging die BV-Staffel 1972 in der neu aufgestellten Horstsicherungsstaffel auf. Wachbatallion: Das Wachbataillon (Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung, WachBtl BMVg) ist der Verband der Bundeswehr für den protokollarischen Ehrendienst bei Staatsbesuchen und anderen staatlichen Anlässen. Ausstattungs- und gliederungstechnisch handelt es sich beim Wachbataillon originär um einen infanteristischen Truppenteil. In dieser Eigenschaft ist es im Verteidigungsfall zur Sicherung des Verteidigungsministeriums und der Mitglieder und Objekte der Bundesregierung (wie z.B. zu Zeiten des Kalten Krieges des Ausweichsitzes der Verfassungsorgane des Bundes) verantwortlich. Die 4. Kompanie (Protokoll- und Sicherungskompanie) des Wachbataillons wurde am 2. Juli 1973 aufgestellt. Sie ist die Marinekomponente, die das Wachbataillon bis dahin nicht besaß. Ihre Soldaten sind Marineangehörige. Sie besitzen allerdings auch die Uniformen der beiden anderen Teilstreitkräfte Heer und Luftwaffe. Bei der Wahrnehmung protokollarischer Aufgaben wurde die Marine bis 1973 von Soldaten der Verwendungsreihe 76 vertreten. Zunächst kamen die Abordnungen vom Seebataillon aus Borkum. Nachdem dieses 1965 aufgelöst wurde, teilten sich die Marineunteroffizierschule in Plön und die Bodenverteidigungsstaffel (1.Sicherungskompanie) der Fliegerhorstgruppe des Marinefliegergeschwaders 1 aus Jagel die Aufgabe. Im Laufe der Jahre kam es für die Marinesoldaten zu hohen Belastungen.
Waffen: Zum Flugplatz-, und Objektschutz und zur Verteidigung kam die MK 20 Rh 202 (kurz für MaschinenKanone Rheinmetall 20 mm) oder besser bekannt als Feldkanonen 20 mm zum Einsatz. Die Waffe erfüllte die Forderungen nach einer wirksamen Bekämpfung von Tieffliegern, Hubschraubern, Weichzielen bis 2000 m, Hartzielen bis 1500 m sowie einer sicheren Handhabung und Funktion ebenso wie einer kurzen Ausbildungszeit für die Bediener. Die Waffe ist von der ursprünglichen Entwicklung her eine einläufige Maschinenkanone, welche bei den Marinefliegereinheiten und der Luftwaffe jedoch als Zwillingsflak zum Einsatz kam.
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