Staffelübersicht | Marinefliegergeschwader 1
MARINEFLIEGERGESCHWADER 1
frühere Bezeichnungen des Geschwaders: 1. Marinefliegergruppe (1957-1959)
frühere Bezeichnungen des Geschwaders: 1. Marinefliegergeschwader (1959-19xx)
spätere Bezeichnungen des Geschwaders: keine
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Als Geschwader bezeichnet man militärische Verbände bei Marine und Luftwaffe. Im deutschen Sprachgebrauch wurde der Begriff Geschwader als Organisationseinheit von Luftstreitkräften bereits wärend des Ersten Weltkrieges eingeführt. Bei den Bezeichnungen wird meist die Aufgabenbezeichnung vorangestellt.
Aufbau
Der Verband wurde gemäß Aufstellungsbefehl Nr.62 (Marine) vom 12. März 1957 als 1. Marinefliegergruppe (1 MFGr) aufgestellt. Dafür wurden nach anfänglicher Ausbildung am 19. Mai 1958 auf der schottischen Luftwaffenbasis RAF Lossiemouth die 1. Mehrzweckstaffel, sowie am 20. Mai 1958 auf der nordirischen Luftwaffenbasis RAF Eglington die U-Jagdstaffel aufgestellt. Am 5. Juni wurden beide Staffeln, wenn bisher auch noch räumlich getrennt, mit der Bezeichnung „1.Marinefliegergruppe Schleswig-Jagel“ als Geschwader zusammengefasst. Der 5. Juni 1958 wird daher auch zum offiziellen Gründungstag des Geschwaders.Während die 1.Mehrzweckstaffel schon am 20. Juni von Schottland auf den neuen Heimatstützpunkt Jagel verlegte, folgte die U-Jagdstaffel erst am 29. Juni aus Irland. Im Umgliederungsbefehl Nr.1 (Marine) vom 13. Juli 1959 ordnete der Führungsstab der Marine die Umgliederung und Umbenennung aller Marinefliegerverbände an. Aus der 1.Marinefliegergruppe (1.MFGr) wird nun das 1.Marinefliegergeschwader (1.MFG). Am 1. Juli 1962 wird das 1.Marinefliegergeschwader (1.MFG) Im Rahmen einer Neuorganisierung in Marinefliegergeschwader 1 (MFG1) umbenannt. Bisher wurde das Geschwader mit seiner Gliederung nach englischem Muster betrieben. Durch die Neuorganisation erfolgte eine Vereinheitlichung und Angleichung an das neue deutsche Luftwaffensystem. Das Geschwader ist als Jagdbomberverband mit dem Schwerpunkt der Seekriegsführung konzipiert, wobei im Laufe der Jahre je nach verwendetem Luftfahrzeugmuster die Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten leicht variierten. Geführt wurde das Geschwader durch den Kommodore, den Ranghöchsten Offizier am Platz, im Dienstrang eines Kapitän zur See. Lediglich ganz zu Beginn in den Jahren 1958/59 und am Ende im Jahr 1993 zur Übergabe an die Luftwaffe wurde das Geschwader von einem Kommandeur im Range eines Fregattenkapitäns geführt.
Auftrag
Das Geschwader hatte die Aufgabe, die Seewege in der Ostsee, und die Gebiete im Belt und im Skagerak frei von feindlichen Kräften zu halten, um für die eigenen Kräfte ungehinderten Zugang zu Nord-, und Ostsee zu erlangen/erhalten.
Geschwaderwappen MFG1
Der stürzende Seeadler im Wappen des MFG1 war bereits während des Zweiten Weltkrieges im Wappen des ehemaligen Kampfgeschwader 30 (KG30) enthalten. Das KG 30 war seinerzeit einer der ersten größeren Verbände der Reichsluftwaffe. Der Stab und die 1.Gruppe (3 Staffeln) wurden 1939 in Rechlin aufgestellt. Die 3.Staffel der 1.Gruppe wurde seit Beginn hauptsächlich über See eingesetzt und deshalb an der Nordseeküste stationiert. Das Geschwader war anfangs mit Junkers Ju-88 und ab 1944 bis zum Kriegsende mit Messerschmitt Bf-109 sowie Fokke-Wulf FW-190 ausgestattet. Das Wappen der Gruppen und Staffeln bestand aus einem spitzen, schwarzumrandeten, weißgrundierten Schild, der einen schwarzen Adler im Sturzflug zeigt. Das Wappen des Stabes trug den Schild in rot-weiß-gelben Farben.
Das Wappen des MFG1 besteht aus einem blau- und gelbumrandeten, weißgrundierten Schild mit schwarzen Buchstaben "MFG1" auf goldenem und weißem Grund im oberen Drittel. Darunter befindet sich mittig ein stürzender Seeadler mit goldenem Schnabel über drei stilisierten Wellen mit weißer Gischt.
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Luftfahrzeuge des Geschwaders Im Laufe der Jahre fanden zahlreiche Luftfarhzeugmuster Verwendung im Geschwader. Neben Sea Hawk und Gannet als Jagdbomber und Aufklärer flog der Verband fast 18 Jahre mit F-104 Starfighter und 11 Jahre mit PA-200 Tornado IDS in den unterschiedlichsten Konfigurationen und Verwendungen.
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